Vargash

Aus Elygor
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Inhaltsverzeichnis

Über Vargash

Setze Dich, Menschenkind, und lausche den Worten eines alten Vargash.
Viele Sonnenaufgänge habe ich gesehen und viele Abenteuer habe ich erlebt.
Endlose Zeiten bin ich durch die weiten Lande Elygors gereist und keine Gefahr, der ich nicht bis zum Letzten ins Auge geschaut habe. Unzählige Male bin ich mit den vargashen Horden in die Schlacht geritten und unzählige Feinde habe ich mit meinen eigenen Händen erschlagen.

Es war ein gutes Leben - Es war das Leben eines Vargash!

Deine Leute haben viele Namen für uns, Menschenkind. Sie nennen uns Mörder, Brenner, Marodeure. Doch keiner dieser Namen trifft unser Sein. Wir sind Vargash, die Söhne Ukhnârs, die Kinder des Dreiköpfigen, die Nachfahren der ewigen Flamme. Wir leben nach den uralten Gesetzen unseres Volkes und reiten auf dem blutigen Pfad unserer Ahnen.

Heute, wo so viele Lande in dieser gefahrvollen Welt zu erobern sind, in der ein Vargash mit Säbel oder Axt in der Hand Ruhm und Ehre erringen kann, ist der Tag der Räuber und Söldner gekommen.

Unser Leben ist einfach. Die 4 Winde weisen uns den Weg.
Heute ziehen wir auf einen Raubzug durch die Lande des Westens und morgen reiten wir für blinkende Münzen in die Kriege des Südens.
Übermorgen überfallen wir die Karawanen des Ostens und den Tag danach kämpfen wir mit unseren Verbündeten gegen die Feinde des Nordens.

Das ist das Leben der wilden Lande - Das ist das Leben eines Vargash!


Vorgeschichte

Die Erzählung eines alten Schamanen:

Viele Mondläufe ist es her, da lebten die Vargash in den fruchtbaren Auen des großen Tals und in den nimmerendenden Wäldern entlang der Bresche des reissenden Donnerstroms. Wir zogen durch die Lande, frei wie die 4 Winde, stolz und kraftvoll wie die alte Eiche der Schädelsteppe. Wir waren schon immer stark und aufrecht, pflanzte doch Altan, der alte Gott des Feuers, die Flammen des Mutes und der Ehre in unsere Herzen ein.

Wir kämpften gegen die Kreaturen der endlosen Tiefen, welche aus dem großen Riss der Tirnithberge ans Licht kletterten und die Minen der Dûrgen bedrohten. Wir fochten gegen die Trolle der Eislande, welche in der Nacht der Tränen die Weibchen der Danjaby stahlen. Und wir kämpften gegen die Grolme der Unterwelt, welche den Fluss des Lebens vergifteten und die Ethíel der Nordlande überfielen. Wir beschützten unsere Clans und unsere Jagdgründe, wir schützen all jene, die friedlich mit uns zusammen lebten, wir lebten ein Leben des Mutes um zu bewahren. Es war eine Welt des Glücks und des friedlichen Miteinanders aller Völker. Eine Welt der Liebe und des Wohlstands.


Doch dann kam die Nacht des Feuers...


Altan, die uralte Flamme, erschien den Ältesten unseres Volkes und verkündete uns seinen Willen. Er gab uns den Hass, auf dass wir die Völker des Lichts vernichten würden. Auf dass wir nicht mehr ruhen würden, bis nicht auch das letzte Wesen des Lichts erschlagen und verrottet wäre. Auf dass wir nicht ruhen würden, bis das Feuers Altans über Elygor herrschen würde.

Jeder Schamane meines Volkes kann Altans Worte frei aufsagen, begründen sie doch unser Sein: "Vargash, die ihr mich vergaßt: Ich bin es, euer Schöpfer, Altan, der Gott des Feuers! Und Feuer soll es regnen, denn das Leben vergaß die Götter. Und ihr sollt mein Feuer sein! Ich gebe euch den Stahl, damit ihr die Danjaby, die Ethíel und die Dûrgen erschlagen könnt; Ich gebe euch den Hass, damit ihr die anderen Völker vernichtet; und ich gebe euch den Todesmut, jedem Feind entgegenzutreten, was er auch sei!"

Altan gab uns die Erkenntnis zu sehen, dass die anderen Völker die Vargash seit Anbeginn der Zeit benutzten. Vergossen wir doch das Blut unseres Volkes für deren Wohlergehen, gaben wir doch unser Leben aufopfernd für das Wohlergehen undankbarer Nachbarn, starben wir doch einen aufrechten Tod zur Verteidigung der unsichtbaren Unterdrückung.
Altan öffnete die Augen unserer Ahnen und ein Schrei der Wut und des Hasses erschallte aus tausenden Kehlen zugleich und war in allen Landen Elygors zu hören.


Der Blutdurst der Vargash war erwacht!


Sogar das Land blutete unter den Füssen der vargashen Heere. Keine Siedlung blieb verschont, kein Haus das nicht niedergebrannt, kein Baum der nicht gerodet, kein Busch der nicht ausgerissen. In Richtung aller 4 Winde zogen die Vargash um alles zu erschlagen, was sich ihnen in den Weg stellte. Sie mordeten und brannten, schändeten und zerstörten, raubten und erschlugen. Niemand konnte sie aufhalten, hatten sich doch alle Völker seit jeher der Kampfkraft der Vargash bedient und ihre eigenen Kräfte verfallen lassen. Es war die Zeit der blutigen Flamme, die Zeit der ungebändigten Wut, die Zeit der Erfüllung des feurigen Schicksals...

Doch nicht alle Vargash hörten auf Altans Worte, hatten sie sich doch schon zu sehr von ihren Brüdern entfernt und lebten als willige Diener der anderen Rassen in geheuchelter Harmonie. Schufteten sie doch in den Minen der Dûrgen und starben elendig verbuckelt einen schmerzhaften Tod für das Gold der kleinen Tyrannen! Huldigten sie doch den hochmütigen Ethíel, in der Hoffnung am Geheimnis der unsterblichen Schönheit teilhaben zu dürfen! Und plagten sie sich doch auf den Feldern der Danjaby um denen ein Leben im Überfluss zu ermöglichen! Diese Vargash waren schwach. Es waren die Tragmâh, die Verachteten, die Schande unseres Volkes.

Es reichte den Tragmâh nicht, nur ihr eigenes unwürdiges Leben den Wesen des Lichts zu schenken, nein, sie wollten, dass alle Vargash willige Sklaven der Lichtvölker wären. So ersonnen sie einen verdorbenen Plan zusammen mit den Ethíel, den Dûrgen und Danjaby. Sollten doch die Targmâh ihre Brüder aus den Wäldern locken, so dass sie in einer großen Schlacht vernichtet werden oder sich freiwillig in die Sklaverei begeben könnten. So sandten sie Boten zu ihren freien Brüdern und lockten diese mit Hilferufen aus den Wäldern.

Viele stolze Vargashkrieger gaben ihr Blut in den Hinterhalten ihrer verräterischen Brüder. Viele wurden erschlagen, viele gingen in die Sklaverei. Es geschah das scheinbar Unmögliche: In der Schlacht des zerreisenden Leids kämpften erstmalig Vargash gegen Vargash. Die Spaltung des vargashen Volkes war vollzogen!

Nach und nach zurückgedrängt durch den Druck der übermächtigen Feinde beschlossen die Ältesten unser angestammtes Land zu verlassen und den Vargash eine neue Heimat zugeben. Die Feinde waren zahlreich, kämpften doch mittlerweile sogar die Targmâh gegen ihre einstigen Brüder. Die alten Götter verdammten Altan in die Unterwelt und gaben den Lichtvölkern Waffen uns Vargash zu bekämpfen. Wir fochten aufrecht! Fochten trotz unseres sicheren Untergangs. Fochten trotz des sicheren Todes. Wir fochten für unsere Ehre!

Die Ehre unseres Volkes, sie lag im Dreck. In den Staub geworfen und zertrampelt durch den Verrat der Targmâh. Das vargashe Volk zerrissen und von Feinden umringt schmolz die Zahl unserer Köpfe zunehmends. Von Altan vergessen starben unsere Vorfahren in endlosen Schlachten gegen endlose Scharen von Feinden. Je mehr Feinde die vargashen Krieger erschlugen, je mehr Feinde folgten ihnen. Die Vargash kämpften dennoch. Sie kämpften um ihre Ehre zurück zu erlangen. Die Ehre zurück zu erlangen, die bei der Spaltung des Volkes zerbrach.

Jeder Vargash wird in dem Wissen geboren, das eine Ehrenschuld auf ihm lastet. Er hat aufrecht zu kämpfen, ohne Gnade jeden Feind zu suchen, zu jagen und zu erschlagen um gegen die unendliche Schande anzukämpfen welche durch den Verrat und die Spaltung als Erbschuld auf ihm lastet. Mutig und kraftvoll hat er einen aussichtslosen Kampf zu fechten um ehrenvoll die Feinde seines Volkes und die Nachkommen der Targmâh zu erschlagen wo auch immer sie sich ihm zeigen. Das Wissen, dass die Völker des Lichts an der Spaltung des vargashen Volkes mit verantwortlich waren, ließ den Hass der aufrechten Vargash nur noch weiter wachsen. Kein aufrechter Vargash wird jemals aufgeben!

Die Heerscharen des Lichts trieben die Vargash vor sich her, die immer kleiner werdende Zahl der vargashen Krieger stellte sich ihnen wieder und immer wieder entgegen. Zu dieser Zeit hatte das Volk der Vargash nur noch einen sehr geringen Teil seiner einstigen Größe und seine Größe schmolz von Tag zu Tag dahin. Die Völker des Lichts wähnten sich schon im Glauben des baldigen Sieges und planten Siegesfeiern als sich urplötzlich ihre Toten erhoben und auf Seiten der Vargash in die Schlachten eingriffen. Altan hatte seine Kinder nicht vergessen. Von der Kraft und Zähigkeit der Vargash entzückt sandte ihnen Hilfe aus der Unterwelt in ihren aussichtslosen Kampf.

Erschrocken von Altans Schöpfung des unheiligen Unlebens sandten die alten Götter Helden zur Vernichtung des dämonischen Daseins nach Elygor hernieder. Die Vargash konnten ihren neuen Verbündeten kaum in den folgenden Schlachten beistehen, hatten unsere Vorfahren doch gerade die wilden Lande erreicht und erste Siedlungen gegründet, auf das unser Volk nicht aussterben solle.

Dann kam die Schlacht der apokalyptischen Flammen. Durch die Niederlage der untoten Armeen in der Enge der Mondsichel war der Weg für die Armeen des Lichts in die wilden Lande offen. Die Vargash sammelten sich erneut zur Schlacht. Zusammen mit den verbleibenden Untoten stellten sie sich den übermächtigen Feinden. Plötzlich öffnete sich der felsige Boden in einem breiten Spalt und Feuer regnete vom Himmel. Altan, die Flamme der ewigen Dunkelheit, stieg aus den Tiefen der Unterwelt empor um auf seinem flammenden Streitwagen blutige Ernte zu halten. Altan erschlug Vargash wie Danjaby, verbrannte Ethíel und Dimortii zugleich. Sein Hass muß furchtbar gewesen sein. Im Verlauf dieser Schlacht erschlugen die Helden des Lichts Altan nach einem scheinbar unendlichen Kampf...

Mit dem Tod Altans war jedoch der Kampfeswille der Vargash nicht gebrochen. Sie vertrieben die verbliebenen Feinde, waren diese doch durch Tod und plötzliches Verschwinden ihrer Helden geschockt. Siegreich doch stark geschwächt kehrten die vargashen Krieger in ihre Siedlungen zurück um sich für die zukünftigen Schlachten im endlosen Krieg des Lichts gegen die Schatten zu rüsten.

Die unwirtlichen Weiten der wilden Lande sollten ihre neue Heimat sein...


Die wilden Lande

Seit der Vertreibung des vargashen Volkes aus den fruchtbaren Auen und unendlichen Wäldern der alten Lande liegt die Kernstätte der vargashen Kultur in dem rauhen Landstrich im westlichen Bereich der Insel Roathan: Den wilden Landen.

Mit wieder zunehmender Größe des vargashen Volkes breiteten sich die Clans und Stämme auf immer mehr Gebiete aus und so kann man heutzutage eigentlich an allen Ecken und Enden aller Inseln Elygors auf Vargash und deren Siedlungen treffen.

Die wilden Lande haben dennoch einen stark symbolischen Charakter und gelten als das 'Mutterland' aller vargash und Brutstätte der vargashen Kultur, ihrer Sitten und Gebräuche.

Gekennzeichnet werden die wilden Lande durch weite, leicht wellige Savannen voll tiefgrünem kniehohen Messergras und Steppen mit moosartigen Flechten, werden die wilden Lande nur durch einige kleinere Gebirge zerteilt, die wie ramponierte Zähne verwittert aus dem Boden ragen. Der Boden ist allgemein steinig und wenig fruchtbar.

Die wenigen Waldstücke sind meist kleinflächig, dafür aber dichtgewachsen und mit reichhaltigem Wildbestand versehen. Der Waldboden ist oftmals durchgängig mit etwa hüfthohen Farnen bewachsen, die vereinzelt auch mal auf Mannshöhe und darüber hinaus wachsen können.

Das allgemein maritime Klima wird durch die von See kommenden Westwinde geprägt. Führt der Clamshâkh, der Lebensspender, wie die Vargash den rauhen Westwind in ihrer Sprache nennen, doch oft große Regenwolken mit sich, die den sonst trockenen Boden wässern und das Wachstum von Pflanzen erst ermöglichen. Die Temperaturen sind meist kühl und recht stabil.

Neben den Vargash werden die wilden Lande hauptsächlich von langhornigen Steppenrindern bewohnt. Das Fehlen einer entsprechend großen Menge Raubtiere ließ die Herden zu immensen Größen und Mengen anwachsen, so dass man eigentlich in jeder Ecke der wilden Lande auf die Steppenrinder trifft.

Seit ihrer Ankunft in den wilden Landen fingen die Vargash junge Steppenrinder und züchteten eigene Herden, die oftmals groß genug sind um mehrere Clans auf einmal zu versorgen.


Gesellschaftsstruktur

Die vargashe Gesellschaft beruht auf einem Stammes- und Clanssystem. Ein Clan bewohnt in der Regel nur eine Siedlung und mehrere Clans bilden einen Stamm. Stämme sind über mehrere Siedlungen und teilweise auch räumlich weit verteilt. Clans werden von einem Häuptling angeführt, welcher von seinen Beratern (den stärksten und besten Kriegern des Clans) und dem Clansschamanen unterstützt wird.

Die Struktur von Stämmen ist unterschiedlich und unterliegt starken regionalen und kulturellen Eigenheiten.
Ist ein Stamm zum Beispiel stark hierachich gegliedert und unter der alleinigen Führung eines Großhäuptlings vereint, so gleichen andere Stämme in ihrer Organistaion mehr der grundlegenden Clansstruktur mit Beratern und einem Rat der Häuptlinge.

Die Stellung des Vargashmannes ist die des Kriegers oder Handwerkers, er ist das unumstrittene Oberhaupt der Familie. Vargashischen Frauen, oft als 'Weibchen' bezeichnet, wird einzig die Geburt neuer Vargash und deren Aufzucht zugetraut und auferlegt. Es kommt zwar zwischenzeitlich immer wieder mal vor, dass starke Vargashkriegerinnen oder ganze Kriegerclans weiblicher Kämpfer in den wilden Landen auftauchen, dies ist aber die absolute Ausnahme.

Ein vargasher Clan baut sich in einem Kastenprinzip auf. Die oberste Kaste des Clans ist der Häuptling, gefolgt von seinen Beratern und dem Clansschamanen. Die nächste Kaste stellt die Krieger des Stammes. Diese Kaste hat den größten Einfluss auf den Häuptling. Die Arbeiter des Clans folgen kurz vor der Kaste der Frauen und machen das 5-stufige Kastenprinzip komplett.


Lebensweise

Vargash leben in weiten Steppen oder an den Rändern von Wäldern, Gebirgen oder Sümpfen. Sie ernähren sich hauptsächlich vom Fleisch der zahllosen Steppenrinder ihrer riesigen Herden, Ackerbau ist ihnen jedoch vollends fremd. Die enge Verbindung der Vargash zu ihren Steppenrinder zeigt sich auch in der Entwicklung von Kleidung, Waffen und Rüstungen, sind diese doch stark auf die Gewinne der Tierzucht ausgelegt.

Vargashische Siedlungen sind eher grob gezimmerte Behausungen denn wohl konstruierte und ästethische Gebäude. vargash legen nicht viel Wert auf kunstvolle Verzierungen oder Schönheit der Struktur. Vargashische Gegenstände müssen praktisch sein und einen klaren Nutzen erfüllen, denn nur dafür wurde der Gegenstand auch erschaffen. Ein vargasher Säbel muß Feinde spalten können, es hat keinen Nutzen wenn er besonders schön anzusehen ist. Eine vargashe Unterkunft muß die Bewohner vor den Unbillen der Natur schützen, eine reich verziertes Dach schützt jedoch nicht besser vor Regen.

Einzige Ausnahme der rein auf den Nutzen ausgelegten vargashen Denkweise sind die vielfachen primitiv wirkenden, meist grellbunten Fratzen, Runen und Schutzzeichen, welche die Vargash auf fast jeden Gegenstand aufbringen. Schützen diese Zeichen doch vor dem Einfluss böser Geister, ängstigen sie den Feind oder stärken sie die eigene Kraft und das eigene Können. Die Schamanen des vargashen Volkes kennen eine Unmenge an Symbolen und Insignien für jeden erdenklichen Zweck und Nutzen.


Glaube

Neben dem allumspannenden Glauben an Altan, nimmt der dreiköpfige Götze Ukhnâr eine bedeutendere Stellung im vargashen Glauben ein. Wo Altan eher als der 'Vater' gesehen wird, der seine Aufmerksamkeit auch den Untoten zuteil werden lassen muß, so ist Ukhnâr Altans Geschenk an die Vargash. Er stellt eine einzigartige Verbindung der Vargash zu Altan dar.


Nûthrákh ûn âhzgül - Schriften der Schöpfung
[...] Und Altan beobachtete seine Schwester Raren heimlich, Tag für Tag, Nacht für Nacht, und er wurde nie zu müde um sich am Anblick ihres wunderschönen Körpers zu laben.
Eines Tages, als er so gebannt Raren bei ihren lieblichen Spielen mit den Winden beobachtete da überwältigte ihn die Vorstellung, mit seiner Schwester in Liebe Eins zu sein.

So verließ er sein Versteck und auf seinem flammenden Wagen kam er zu ihr und umgarnte sie. Ihr gefiel Altan und alsbald machte auch sie ihm schöne Augen und mithilfe ihrer Winde entfachte sie das inne wohnende Feuer ihres Geliebten noch mehr und er, voller Lust, nahm sie zu sich heim. Dort, in seinem Gemach, entkleidete er ihren perfekten Körper und drang in sie ein.

Und nach vielen Jahren, nachdem Altan den Krieg beschworen hatte, nachdem sich Raren aus der Gefangenschaft ihres Bruders mit der Hilfe der Magie befreit hatte [Buch Raren, Kap. 4,7], da erfuhr der Gott des Feuers, dass seine Schwester ihm Kinder geboren hatte. So begab er sich eines Tages zu ihr und fand dort 6 Kinder. 3 waren es an Anzahl Söhne, die Vargash glichen, und 3 waren es Töchter, die wie Menschenfrauen aussahen, und die unendliche Schönheit ihrer Mutter geerbt hatten.

Und als die Söhne ihren Vater erblickten, da nahm ein jeder von ihnen eine Waffe, der Eine einen großen Säbel, der andere einen Stab mit Magie und der Letzte eine einfache Holzaxt und sie nahmen ein jeder eine ihrer 3 Schwestern gefangen, als Zeichen ihrer Treue zu ihrem Vater und versklavten diese.
Raren weinte als sie dies sah, ihr Hass entfaltete sich und sie floh zu Theral, ihrem Bruder, dem Schöpfer der Dûrgen, zu Mera, ihrer Schwester, der Schöpferin der Ethíel, und zu ihrem Vater, Brama, um nicht selbst wieder in den Klauen Altans zu sein.

Altan war stolz auf seine drei Söhne und sah zu, wie diese auf seinem Pfade wandelten, jeder mit seinen eigenen Vorstellungen.
Der Erste, Drûkhar, wurde ein großer Krieger, schlachtete wie ein Berserker und lernte den Vargash das Kämpfen und die Kriegskunst.
Der Zweite, Shûkragh, erweiterte seine Weisheit durch das Lesen vieler Bücher und Schriften, er perfektionierte die Kunst der Magie und des Schamanismus, und wie sein Bruder gab er diese Fähigkeiten den Vargash weiter.
Der Dritte, Rûkhnotz, fällte mit seiner Holzaxt Bäume und schlachtete Tiere, um immer genügend Versorgung für die vargash zu haben, damit sie niemals hungerten oder dursteten und mit den gefällten Baumstämmen errichtete er Palisaden und so gab er ihnen Schutz und damit leistete auch er seinen Beitrag für das blutrünstige Volk.

Und alle drei zeigten den vargash die Sklaverei, indem sie ihre Schwestern, die Töchter Rarens, gefangen hielten und oftmals vergewaltigten. Raren, in Trauer sah sie auch dies und sie erschuf mit Theral, Mera und dem Allvater Brama die 4 Helden
Vekura, die Heilerin,
Sitolos, den Naturfreund,
Murud, den Magiebegabten,
und Rimon, den der die heilige Klinge führte.

Und sie schickten die Helden in die Schlacht der apokalyptischen Flammen, in denen Altan selbst kämpfte, mit seinen drei Söhnen an seiner Seite. Drûkhar, mit seinem flammenden Säbel, Shûkragh, mit seiner Magie und seiner List und Rûkhnotz, der mit seiner Holzaxt tötete und ein Banner auf seine Stirn gebrannt hatte, das den anderen Moral schenkte. Doch Rimon´s Klinge durchbohrte Drûkhar, da seine Schwertkunst weit besser war und Murud tötete Shûkragh, da seine Magie weit besser war und Sitolos erwürgte mithilfe von Wurzeln Rûkhnotz, da dieser zu langsam war, um alle Pflanzen mit seiner Holzaxt zu durchhacken.

Altan sah seine gefallenen Söhne und seine Wut war grenzenlos, sein Körper war umhüllt von dunklen Flammen und in seiner Hand erschien eine flammende Lanze, die mit einem Streich gar hunderte Krieger auszulöschen verstand. Sitolo bat erneut die Wurzeln um Hilfe und sie fesselten den rachedürstenden Gott, doch die Flammen verbrannten die Wurzeln und Rimon wurde von der Lanze schwer verletzt, doch Vekura heilte ihn. Murud beschwor all seine übrigen Zauberkräfte und löschte das dunkle Feuer Altans und damit tötete er sich selbst. Rimon, der seinen toten Freund sah, weinte um ihn und seine heilige Klinge durchbohrte schließlich Altans Leib. Rimon starb und Sitolo umschloss mit Hilfe der Natur den toten Leib Altans, so dass der für immer gefangen ward. Und darauf flüchtete Sitolo und Vekura verschwand ebenfalls.

Doch das Blut Altans hatte sich aus der Wunde verströmt und floss auf dem Boden wie Met, doch solches Blut hatte noch niemand zuvor erblickt. Denn der rote Lebenssaft war abermals mit einem dunklen Feuer umhüllt, so wie Öl brannte, brannte auch das Blut.
Und es geschah in jenem Moment, als das brennende Blut Altans die toten Körper seiner Söhne berührte und auch diese in Flammen aufgingen. Die Körper verschmolzen mit den Flammen und wurden Eins und es entstand ein neues Wesen. Die Vargash erblickten die durch Altans brennendes Blut erschaffene Kreatur, es hatte einen Körper, zwei Klauen, in der Rechten ward der flammende Säbel Drûkhars, in der Linken der Stab Shûkraghs und in einem brennenden Gürtel befand sich Rûkhnotzs Holzaxt. Doch der Körper des Wesens hatte drei Köpfe, die alle in eine andere Richtung blickten, und es waren die drei Köpfe der Söhne Altans. Links sah man den Kopf Drûkhars mit zornigem Ausdruck, in der Mitte den Kopf Shûkraghs mit seinen blutroten, weisheitserfüllten Augen und rechts war der Kopf Rûkhnotzs, auf dessen Stirn ein eingebranntes Banner, ein mit dunklen Flammen und dem Blute Altans umrundetes Mal, das drei Köpfe darstellte, die alle blutverschmiert waren. Der obere Kopf ward verschmiert mit hellem, elfischem Blute, der mittlere mit rotem, menschlichem Blute und der untere mit dunkelrotem, fast braunem, zwergischem Blute.

Und die Stimme Altans erschallte aus allen drei Mündern gleichzeitig und sprach zu den Vargash:
„Dies sind meine Söhne, die zu einem Wesen wurden, Ukhnâr, in dessen Adern mein brennendes Blut fließt und der ewige Hass und Zorn auf die Danjaby, Ethíel und Dûrgen. Unter dem brennenden Mal Ukhnârs sollt ihr ihre Krieger töten, ihre Kinder wie Masttiere schlachten, ihre Weiber als Sklavinnen nehmen und ihr aller Blut trinken. Die Finsternis soll über Elygor kommen und ihr sollt so viel Blut vergießen, dass ich wieder auferstehen und zu euch zurückkehren kann. Ehrt meinen Sohn so wie mich, denn er ist mein Sendbote zu euch, mein Fleisch und Blut, und folgt den Zielen Drûkhars, Shûkraghs und Rûkhnotzs, auf die ich stolz bin. Eure Banner sollen das dreiköpfige, blutige Mal darstellen und niemals fallen!“

Und als die Worte verhallten, so entfachte ein dunkles Feuer und umhüllte Ukhnâr und sie verschwanden mit Altans Sohn.
Mit neuem Eifer begannen die Vargash zu morden, wie es Altan befahl und sie errichteten zahlreiche Totem, Monumente und Götzenbilder, die den dreiköpfigen Ukhnâr darstellten. Auf den Bannern, die sie fertigten, zeichnete sich das blutverschmierte Mal ab und stolz kämpften sie unter ihnen. Jeder Vargash betete den Götzen an, jedoch hatte jeder einen anderen der drei Söhne Altans als wahren Gott und verehrte und opferte ihm.

Die Krieger der Vargash huldigten Drûkhar und er gab ihnen Mut und Tapferkeit und jeder Krieger glaubte, umso mehr Lichtwesen man tötete, desto fürstlicher wird er belohnt wenn er in Altans Unterwelt einzog und umso mehr man schlachtete, desto mehr stieg die Gunst des Gottes. Er galt als Gott des Krieges, des Mutes und der Tapferkeit und als Schutpatron der Krieger.
An Shûkragh glaubten meistens Schamanen und Nekromanten und sie hatten unvorstellbar großes Wissen und beherrschten die Magie. Er galt als Gott der Magie, der Nekromantie, der Weisheit und des unerschöpflichen Wissens und er galt auch als Schutzpatron der Magiebegabten.
Rûkhnotz beteten die meisten Arbeiter und Handwerker an, Händler und vor allem die Vargashweibchen huldigten ihm. Er galt als Gott des Haushaltes, des Schutzes, der Fruchtbarkeit und der Vermehrung und galt auch als Schutzpatron der Arbeiter und Vargashweibchen. [...]


Waffen und Rüstungen

Vargashische Krieger nutzen eine Vielzahl Waffen und Rüstungen. Einige aus eigener Produktion, einige aus ihren Raubzügen und wieder welche, die sie erschlagenen Feinden abgenommen haben.

Deutlich bevorzugt werden solche Waffen, bei denen die Vargash ihre große Körperkraft zur Geltung bringen können und nicht aufwendig den Umgang erlernen müssen. Dazu gehören alle Arten von Hiebwaffen, ob nun mit stumpfem Kopf oder mit scharfer Klinge.

Einfach soll es sein. Einfach und wirkungsvoll.

So stellen die Vargash steinbesetzte Keulen, wuchtige Säbel, einfache Äxte und zuweilen auch Speere her um ihre Krieger damit auszurüsten.

Das wichtigste Utensil eines Clankriegers ist aber nicht die Waffe um Feinde zu erschlagen. Wichtigstes Utensil ist das Schild.

Kaum ein Vargashkrieger, der nicht mit dem großen hölzernen, grell mit Fratzen und Runen bemalten Rundschild in die Schlacht zieht. Der Stellenwert des Schildes ist so hoch, dass ein Vargash lieber seine Waffe wegwerfen würde als seinen Schild. Schützt der Schild doch vor den Pfeilen der verhassten Elfen sowie den scharfen Äxten der kleinwüchsigen Zwerge und man kann zur Not auch kraftvoll damit zuschlagen.

Rundschilde finden sich bei ziemlich allen Arten von Clankriegern. Ob leicht gerüstete Plänkler oder Späher, die zuweilen nicht mal eine Rüstung tragen, bis hin zu Berserkern und Marodeuren - das Rundschild ist allgegenwärtig. Einzig die vargashe Kriegerelite, ob beritten oder zu Fuß, nutzt vorrangig die zweihändig geführte Zackenaxt und verzichtet daher auf einen Schild.

Vargashische Fernkämpfer nutzen den Hornbogen, einen Kurzbogen aus den großen geschwungenen Hörnern der Steppenrinder. Der Hornbogen hat zwar keine besonders große Reichweite, bringt aber auf kurze Entfernung eine beachtliche Durchschlagskraft mit.

Gerüstet sind Vargash vornehmlich in lederne Rüstungen oder solche, mit großen Anteilen Leder. Die vargashe Methode zur Lederhärtung ist ein gut gehütetes Geheimnis, bringt sie doch das widerstandsfähigste Leder Elygors hervor ohne die Flexibilität merklich zu verringern.

Der hauptsächlich von schwächeren Kriegern oder Fernkämpfern getragene Lederharnisch ist ein Meisterwerk der vargashen Rüstungsmacher. Der Lederharnisch bietet einen guten Schutz in Relation zu seinem recht geringen Gewicht.

Der typische Clankrieger trägt ein Ringhemd, bei dem an wichtigen Körperstellen zusätzliche Lederplatten aufgebracht wurden um den Schutz zu verstärken. Ringhemden prägen das Bild des vargashen Clankriegers fast so stark wie der Rundschild.

Die Kriegerelite der Vargash hüllt sich zumeist in ein Schuppenhemd, welches die dickste Rüstung ist, die Vargash im Normalfall anlegen. Einen Plattenpanzer in der Schlacht zu tragen wie es menschliche Ritter tun, würde einem Vargash niemals in den Sinn kommen. Zum einen haben die vargashen Künste der Metallverarbeitung nie den Stand erreicht, dass wirkungsvolle Plattenpanzer hätten hergestellt werden können. Zum anderen bevorzugen die Vargash aber auch den aktiven und dynamischen Kampf aus der Bewegung und würden sich in so schweren Rüstungen zu sehr belastet fühlen.


Kriegskunst

Die Kriegskunst der Vargash lässt sich kurz und einfach zusammenfassen: schnell und hart zuschlagen!

Vargashische Kriegsherren halten wenig von langatmig geplanten Operationen oder aufwendig durchdachten Feldzügen.

Ob es sich dabei um Raubzüge und Überfälle oder um Feldschlachten und Eroberungen handelt, das grobe Schema ist immer gleich.

Die vargashen Krieger marschieren los, greifen an, vernichten den Feind und kehren mit großen Mengen Beute heim. So hat es sich seit vielen Sonnenläufen bewährt und ist für gut befunden.

Vargash ziehen eine Vielzahl kleinerer Armeen, sogenannte Rudel, wenigen großen Heeren vor. Dies folgt ganz einfachen Überlegungen: Kleine Truppen lassen sich besser verbergen und unerkannter bewegen. Zusätzlich benötigen kleine Truppen nicht so große Siedlungen auf dem Marschweg, welche sie plündern können, um ihre Versorgung fern der Heimat sicherstellen zu können.

Es gibt keine typische Größe eines vargashen Rudels, die meisten liegen aber in Bereichen von 50 bis 150 Clankriegern unterschiedlicher Klassen und unterteilen sich zur besseren Führung in mehrere Rotten.

Einzelne Rudel führen häufig kleinere Überfälle durch, plündern einsame Siedlungen oder rauben Handelskarawanen aus, jedoch vereinen sich die Rudel vor größeren Schlachten zu gewaltigen Horden unter der Führung von Kriegshäuptlingen der Stämme oder Clans, um gemeinsam hart zuschlagen zu können.

Ist schon ein Rudel vargasher Marodeure eine nicht zu unterschätzende Bedrohung für einzelne Siedlungen oder kleinere Feindarmeen, so ist eine Horde blutünstiger Vargash auf Kriegszug eine ernstzunehmende Gefahr für ganze Reiche.


Sprache

Nokr’crûghwath ist die Sprache der Vargash.
Man bezeichnet sie auch als Altans Sprache, oder die dunkle Sprache. Viele denken, die vargashe Sprache ist nur ein Gegrunze und Gebrülle, doch dem ist nicht so.

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