Die Sprache der Vargash

Aus Elygor
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Hintergrund

[...] Und die Erde begann zu beben und der Himmel verfinsterte sich, als ob die Zeit vorbeirauschen würde und die Nacht binnen Augenblicken heraufzog.
Am Boden schien etwas zu schimmern, Blut, so schien es, stieg aus der Erde hervor, als ob ein Bauer beim Graben auf einem fruchtbaren Boden auf eine Wasserquelle stieß.
Und das Blut fing plötzlich Feuer, wie Öl leicht Feuer fängt und sich in Windeseile ausbreitet, die Flammenzungen waren von erschreckender Größe, erstreckten sich weit in den Himmel empor.
Doch diese Flammen waren keines natürlichen Ursprungs, denn sie waren von dunkler Farbe.

Und da, die Schamanen und Häuptlinge, vor denen sich dieses Ereignis abspielte, erinnerten sich an die Mythen, die die Schamanen oft erzählten, solcher Flammen, denn es ward geschrieben, es seien Altans dunkles Feuer.
Und wie um dies zu bestätigen, erloschen die Flammen und eine Gestalt erschien aus ihnen.
Die Anwesenden erkannten sie aus den zahlreichen Monumenten, Bannern, Totem, denn es war Ukhnâr, ihr Gott, Altans Sohn. Mit den drei Köpfen, dem Kopf Drûkhars, mit Shûkraghs Antlitz und dem Abbild Rûkhnotzs.
Wie in den Legenden und Mythen erzählt, stand er da, mit dem flammenden Säbel in der rechten Klaue, den magischen Stab in der Linken und die Holzaxt in einem brennenden Gürtel. Und auf Rûkhnotzs Stirn zeichnete sich das brennende Mal ab, unter dem sie kämpften.

Und aus den drei Mündern erschallte eine Stimme und verkündete:
„Altan gibt euch Schamanen ein weiteres Wissen, ihr sollt eine Sprache haben, die keiner andren ähnelt.
Die Ethíel sollen sie hassen und fürchten, die Danjaby daran verzweifeln und die Dûrgen in ihren Höhlen verschwinden, wenn sie diese aus eurem Munde vernehmen.
So teilt diese Sprache mit allen Vargash Elygors und sie soll euch mit Stolz erfüllen, wenn ihr sie benutzt. Denn denkt daran, dies ist ein weiteres Geschenk Altans durch mich an euch!“

Als die Stimme verhallte, da umzingelten wieder Flammen den Gott und leckten an ihm, bis sie mit ihm wieder verschwanden und der Himmel sich erhellte. [...]


Allgemeines

Nokr’crûghwath ist die Sprache der elygorianischen Vargash, man bezeichnet sie auch als Altans Sprache, oder die dunkle Sprache. Viele denken, die orkische Sprache ist nur ein Gegrunze und Gebrülle, doch dem ist nicht so. Weiteres, ist diese Sprache sehr unterschiedlich zu anderen Fantasysprachen, wie Tolkiens Elbisch, das in Sindarin und Quenya unterteilt wurde.

Die Ethíel haben eine Sprache, eine der schönsten, die es gibt und die sogenannte „Würzung“ ist dabei das Zungenspitzen r.

Bei den Vargash gibt es kein Zungenspitzen r, und die Elben/Elfen hassen darum umso mehr diese vargashen Sprachen. Das „Rachen-r“ ist der Bestandteil der dunklen Sprache. Man versucht durch die ständigen tiefen Laute und durch spezielle orkische Buchstabenkombinationen eine dunkle, tiefe, grausame, bösartig klingende, dumpfe, hässliche und doch auch ein wenig Furcht einflößende Sprache zu sprechen.
Am häufigsten wird das û in Altans Sprache verwendet, das die Sprache noch düsterer macht.


Die Aussprache

Die Aussprache auf Nokr’crûghwath ist für einen deutschen Sprecher schwierig, da man nicht die Laute des Orkischem vertraut ist. Eckige Klammern bezeichnen im Folgenden die Aussprache; betonte Vokale sind mit einem kleinen Akzent bzw. Strich gekennzeichnet (Bsp. á, é, í, ó, ú) , lange Laute sind mit einem Dächchen gekennzeichnet (Bsp. â, ê, î, ô, û). Diese Kennzeichnungen kommen jedoch nur bei Selbstlauten vor.

Aussprache der Buchstaben in Nokr’crûghwath

A, I, U wie im Deutschen [a, i, u]

C wird immer hart ausgesprochen, also wie K, sowie den Namen „Crothrâkh“

CH steht für das CH wie im Deutschen, also wie bei „auch“ oder „ach“ oder im orkischen Namen „Kazach“ ausgesprochen

DH behauchtes d, wie im orkischen Namen „Dherazad“

E Selbstlaut, kurzes e [e], wie im Deutschen „Bett“ oder „Elf“

TH steht für das stimmhafte th [th] aus dem Griechischen bzw. aus dem Englischen wie zum Beispiel „then“ oder im orkischen Namen „Garlthik“ oder „Zythran“ ausgesprochen

F wie im Deutschen f [f] wie zum Beispiel „für oder „Fantasy“

G wie im Deutschen g [g] wie zum Beispiel „greifen“ oder „geben“, aber niemals wie das G [z] in „Garage“ oder „Genie“

GH spezieller orkischer Laut, ein behauchtes g, wird wie in „Ghul“ ausgesprochen

H wie im Deutschen h [h] wie zum Beispiel „halten“ oder „haben“, außer bei HW oder LH

HW ein stimmloses, behauchtes w [hw], man kann es auch wie ein normales w aussprechen

I wie im Deutschen i wie zum Beispiel „ich“ oder „immer“, wird öfters auch als j [j] ausgesprochen

HL eins stimmloses, behauchtes l [hl], man kann es auch wie ein normales l aussprechen

KH spezieller orkischer Laut, ein behauchtes k, wird wie im orkischen Namen „Crothrâkh“ ausgesprochen

N wie im Deutschen n [n] wie zum Beispiel „nein“ oder „niemals“

NG ausgesprochen wie in „Ring“ oder „Englisch“

O kurz wie in „Gott“, „Gold“ und lang wie in „Boot“

PH hat denselben Klang wie f wie zum Beispiel „Alpha“ oder „Philipp“

R nicht das griechische, italienische oder in der Fantasywelt auf elbisch das „Zungenspitzen-r“ oder auch genannt das „rollende-r“, sondern das „Rachen-r“ wie im Deutschen

S wie im Deutschen ein stimmloses, scharfes s, wie zum Beispiel „Hass“ oder „Salz“

SH spezieller orkischer Laut, wird wie „sch“ ausgesprochen, wie zum Beispiel im Namen „Shâgrash“

SHZ spezieller orkischer Laut, wird wie „schz“ ausgesprochen, zum Beispiel im orkischen Namen „Gashz“

W wie im Deutschen w [w] wie zum Beispiel „Waffe“ oder „Wache“

Y häufig wie ü ausgesprochen

ZG spezieller orkischer Laut, wird wie in „Nazgúl“ ausgesprochen

Weitere Regeln

Bei der Pluralbildung hängt man dem Singularwort ein –û dran. Die Artikel „der“, „die“ und „das“ lautet „ûn“, unbestimmte Artikel wie „eine“, „einer“ usw. gibt es in Nokr’crûghwath nicht. Das Bindewort „und“ lautet „ûgh“. Alle Wörter werden klein geschrieben!!


Alltägliche Sätze

So soll es sein
olosta’ drû ilem
Tu, was man dir befiehlt, und lebe.
vragh, yadûmat istél, ûgh ghûralz.
Folter und Schmerz sind amüsant. thrâkhén ashz whûzg
Wie ihr befielt!
íl âghz brisgnú
Der beste (...) ist ein toter (...).
ûn grölj (...), ûn nodhon (...)
Willkommensgruss
eshâz
Abschiedsgruss ûzgn
Du Abschaum! Du Dreck! dhrôzg!


Glossar des Nokr’crûghwath

„ja“, Zustimmung
ût
„nein“, Ablehnung, Verneinung
drá
Abenddämmerung/Sonnenuntergang ûlrush
Abschaum, Dreck (sehr häufiges Schimpfwort)
dhrôzg!
amüsant
whûzg
Anhalten! Halt!
lûrakh!
arbeiten, dienen, tätig sein sakhar
Arbeiter, Träger sakharûsh
Axt shakrü
Banner/Standarte ragnérûl
Baumvolk, Baumkuschler (Beleidigung für einen Elfen)
delyzg!
Bote, Botschafter
cûntogh
Botschaft, Kunde
cûnto
Befehl, Befehlsgewalt
brisgnúr
befehlen
brisgnú
Berg, Gebirge thûrníl
Berserker brazgûlüsh
beste (auch der, die, das Beste)
grölj
Bruder, Kriegsgefährte
mednril
Bündnis
rodhûn
Blut
bôthakh
Bogenschütze
vraghun
böse, Bosheit
darlj
Bogen
charzkû
Clan ûzrakh
Dunkelheit, Finsternis, Nacht
zûragh’al
Ehre rûlvaen
Ehe, Heirat, Vermählung luzrâdhalz
Eisen, Erz eléthrû
Elf, Elfe
edrû’lim, edrûé’lim
Elite(krieger) krimbanûm
Erde thrônkj
Eid, Bund, Schwur
yawê
Einbruch der Nacht
eldrûind
Flucht, fliehen
scuidrim
Fleisch
hvitja
Feuer, Flamme
gâshz
Festung, Stadt
’Nim
Feldlager, Armeelager belejödh
Feldzug crûthröl
Furcht, Angst, Schrecken
kvâthrje
gut
crâdhul
Gefängnis, Kerker, Verlies
nuringsâth
Goldstücke, Geld
blîngröth
Geheimnis cre`zghâl
Geist(er) crüstja
Geschrei, Gebrüll, Lärm drônj
Gewalt grâzg
Hoffnung vélrostj
Handel câraj
Händler cârajwan
Handelsabkommen cârajyabancû
Halle ithrûdh
Häuptling othrûltre
Heimat fegishzâ
Halt, Rast, Pause ütrö’zgen
Heerführer, Hordenführer preldjâ
Horde althrânj
Heer, Armee shûrgúl
Herrscher, König, Fürst trânshz
Jagd, Verfolgung kanîgö
Karawane drûhlja
Krieger mâstrekh
Kriegshäuptling ûltradh
Kurzbeiniger Bartträger! (Beleidigung für Zwerge) lonthrogû!
Lager errichten! Drokhwan súldrunj!
Leben, lebe ghûralz
Liebe, Lust luzrâdh
Liebende, Verlobte, Frau ukhmörj
Licht dûrashz
Luft sibarûth
Magie skölre
Marodeur, marodieren krabetûl
Mauer, Wall, Palisade hwôlthrakh
Mensch, Menschenweib sînhlu’lim, sinhlué’lim
Messer kírûlzga
Mond wrundh
Morgendämmerung/Sonnenaufgang hwûsta
Niederlage ûsströ
Nichtangriffspakt azrâkh
Nekromantie, schwarze Magie koradh’nu skölre
Ork, Orkweib vargash’lim, vargashe’lim
Qualen, Folter, Schmerz thrâkhén
Plänkler plönjâ
Plünderung, plündern ûlrakhim
Raubzug morkalh
Ritual êrakhû
Rohstoffe volrúndh
Rot (Farbe) gnûrlakh
Rotte murthôld
Rottenführer murthôldjün
Rudel hatrû
Rudelführer ralthökh
Rüstung nithlôch
Schlacht, Kampf, Krieg drehlja
Schlachtet sie ab! drehlja drû!
Schicksal, Bestimmung wjûrde
Schild olgorj
Schwert iédhrön
Schamane/Magier nökromûnth
Schwarz (Farbe) koradh
Siedlung, Dorf shûligzal
Sieg vâdrenjá
Speer adrûna
Stamm gréldjo
Stärke, Kraft drokhâ
Stellvertreter üzrôg’zga
Sonne hûlkarjen
Tier (Steppenrind) ôrmunth
Tod, tot nodhon
tun vragh
Untoter, Untote unodhon’lim
Überfall, überfallen hwelthâ
Volk ’lim
Wasser legîmosh
Weichhaut! (Beleidigung für Menschen) shrûgrakh!
Wildschwein golgôrothú
Wolf nûstrakh
Zelt galthrîmu
Zwerg, Zwergin
hwôthra’lim, hwôthraé’lim

Namensgebung

Vargash führen Einzelnamen, sie kennen keine Nachnamen wie sie bei anderen Völkern üblich sind. Als weiterführende namentliche Zuordnung wird (wenn überhaupt) lediglich die Zugehörigkeit zu Stamm und/oder Clan genutzt.

Zur Individualisierung nutzen Vargash häufig selbst gewählte oder verliehene Ehrennamen. Dies kann von einem schlichten 'Eisenzahn' über 'Blutsäufer' bis hin zu 'Schädelspalter' gehen. Solche Beinamen finden nur selten, bei besonderen Vertretern des orkischen Volkes, Verwendung und werden dem Vornamen angehängt.

Typische Namen sind daher Hashkir Knochenreisser von den Shûrkhai (Mit Ehrenname und Zuordnung nach Stammeszugehörigkeit) oder Tûrkh von Arakhâladh (Mit Zuordnung zum Clan) oder einfach nur Ogrôdh, Jukhârr oder Cushnakh (Grundformen, ohne Zusätze).


Typische Namen der Vargash

Ashkûr, Ashnâkh, Azzghûl, Badhrûkh, Bagtrakh, Baradrâkh, Basûsh, Belethgûrth, Blazûrgh, Brakh, Brâth, Cârthmudh, Chûbash, Cnarhtûk, Codhrûth, Coîllarh, Crothrâkh, Cushnakh, Darîkh, Dherazad, Dhrozzkh, Dhymâr, Dôch, Dûlzágh, Garlthik, Grishnakh, Ghûldhan, Guldshak, Gosnach, Gôrkhul, Hashkir, Horkhûl, Hûrskadh, Jêmm, Jukhârr, Kazach, Lokhon, Lûndh, Lûrkhu, Mashâkh, Mâshun, Mekhlûn, Morâkh, Mokthar, Morgakh, Navârr, Ogrôdh, Rodhûm, Rûchukh, Rughdach, Rûkhozg, Rûzakh, Shâgrash, Shârkhu, Shikar, Shûrkh, Thalakh, Thînving, Trâghul, Tûrkh, Tûkhrol, Ukhrâdh, Urglûkh, Urkhrîsh, Urnbakh, Urûkh, Urukhûbarr, Urzâkh, Ushnôzz, Waagrûbh, Yarekh, Zâkhlath, Zankârash, Zirthragh, Zoshnakh, Zythran