"Die Chronik der blutigen Flamme"

Aus Elygor
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- 1. Buch Altan (Genesis), Kap. 1,1

Am Anfang war der Zorn Altans.

Und der Zorn war groß und grenzenlos, und es war finster aus seiner Seele;

und der Geist Altans schwebte über dem Land.

Als aber Altan sah, dass der Geschöpfe Ignoranz groß war auf Elygor und sie sich nicht bekümmerten;
und sie nur lebten in Frieden und Trachten, und sein Hass verglimmte;

Da reute es ihn, dass sie gemacht wurden und es bekümmerte ihn in seinem Sinne und er sprach zu denen, die den Tieren am ähnlichsten waren:

"Ihr sollt die Geschöpfe vertilgen von Elygor, vom Menschen an bis hin zum Zwerg und bis zum Elf unter dem Firmament, denn es reut mich, dass sie in Frieden leben."

Und es regnete Feuer vom Firmament.

Da sprach er: "Und ihr sollt mein Feuer sein!
Ich gebe euch den Stahl, damit ihr die Menschen, die Elfen und die Zwerge erschlagen könnt;
Ich gebe euch den Hass, damit ihr die anderen Geschöpfe vernichtet;
und ich gebe euch den Todesmut, jedem Feind entgegenzutreten, was auch immer er sei!"

Und die, deren Hauer bis zur Nase ragten wüteten fürchterlich unter den anderen Geschöpfen.

Da erzürnten jene, die in der Himmelsfeste über dem Firmament waren. Aber der Zorn war nicht derer Bestimmung; und sie sahen, dass es schlecht war;
Da sprachen sie:
"Du, der du den Zorn, den Hass und den Krieg auf unsere Welt brachtest, sollst nun verdammt sein;
Kein Leben sollst du mehr beherrschen.
Du sollst deine Macht als Gott verlieren, und ein ewiges Leben in der Unterwelt fristen."

Und Altan fiel zur Erde; und er fiel vorbei an den Wurzeln; vorbei am Gewürm; vorbei an den Toten.
Und sie verbannten ihn in die Unterwelt.

Da gaben jene, die in der Himmelsfeste über dem Firmament waren den Kleinwüchsigen die Kunst des Stahlformens;
und mit denen, die im Walde hausten teilten sie fortan den göttlichen Fluss, und den Menschen erbauten sie Schulen, damit sie gleichermaßen lernen konnten, was die anderen Geschöpfe nur beteilt wußten.

Altan aber sprach:
"Die Unterwelt bringe hervor, hasserfüllte Kreaturen."

Und es geschah so.

Und Altan machte die Dämonen der Unterwelt, ein jeder nach seiner Art.

Und Altan sprach:
"Lasset uns machen, was ihr sollt beherrschen; ein Bild, das uns ähnlich ist; die da herrschen über die anderen Geschöpfe."
Und Altan schuf aus dem göttlichen Fluss, der Erde, und den Toten ein Bild das seinem gleichte.

Und er sprach zu ihnen:
"Seid furchtlos, rastlos und gefühllos und füllet die Erde mit Euresgleichen und machet sie euch untertan und herrschet über die anderen Geschöpfe und zertretet was sich euch auch immer in den Weg stellen wird."

Und fortan wandelten die lebenden Toten auf Elygor.


- 1. Buch Altan (Offenbarung), Kap. 14,1

Und siehe, der Lichte stand auf dem Berg, der hieß, wie der Sohn selbst, Tannim und mit ihm Sechshundertsechsundsechszigtausend, die hatten seinen Namen und den Namen des Schöpfers geschrieben auf ihrer Brust. Und es ertönte eine Stimme aus der Finsternis, wie die Stimme eines großen Feuers und wie die Stimme eines großen Donners, und die Stimme die man vernahm, war durchbrochen von Kreischen und Schreien, derer aus den verruchtesten Folterkammern.

Und sie sangen ein neues Lied vor seinem Thron und vor den anderen Gestalten und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen außer den Sechshundertsechsundsechzigtausend, die erkauft sind vom Tode.

Diese sinds, die schon im Lebend zu den Mördern und Vergewaltigern zählten, denn sie sind die brutalsten und widerwärtigsten; die folgen dem Lichten nach, wohin er geht. Diese sind erkauft aus den Toten als Erstlinge für Altan und Tannim und dem Lichten, und in ihrem Mund wurde der entsagte Hass gefunden; sie sind voller Tadeln.


Und ein anderer Gehörnter flog mitten durch den Himmel, der hatte das ewige Dysangelium zu verkündigen denen, die unter den Lichten wohnen, allen Untoten und Lebenden und Sprachen und Völkern. Und er sprach mit großer Stimme: Fürchtet Altan und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen! Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Feuer und Hass. Und ein zweiter Gehörnter flog empor und sprach: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, die große Vereinigung derer, die in den Bäumen leben; denn sie hat mit dem Glückeswein ihrer Hurerei getränkt alle Völker.


Und ein dritter Gehörnter stieg empor und sprach mit großer Stimme: Wenn jemand den Lichten anbetet und sein Bild und nimmt das Zeichen an seine Brust oder an seinen Fuss, der wird vom dem Blute des Zornes Altans trinken, der unvermischt eingeschenkt ist im Horn seines Hasses, und er wird gequält werden auf den ewigen Streckbänken und Seelemühlen vor den finsteren Engeln und vor dem Lichten. Und die Seele ihrer Qual wird versinken von Getose zu Getose; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die den Lichten anbeten und sein Bild, und wer das Zeichen seines Namens annimmt. Hier ist Geduld der Verhassten! Hier sind, die da halten die ewige Treue Altans und den Glauben an Tannim!


Und man hörte eine Stimme aus der Tiefe der Erde sagen: Schreibe: Ungnädig sind die Toten , die in dem Hasse sterben von nun an. Ja, spricht der Geist, sie sollen niemals ruhen von ihrer hasserfüllten Last, denn ihre Werke folgen Ihnen nach.


Und die drei Gehörnten, die zwei mächtige Flügel besaßen zogen sich zusammen und verkündeten in der Gemeinschaft: Die Engel der Finsternis seine freigelassen aus dem tiefen Schlote Altans.

Und sie sollen über die Richten, die den Lichten huldigen. Und sie sollen Unrecht und Unordnung tragen zu allen Lebeden und Untoten und Sprachen und Völkern.

Da riss der Berg Tannim auf und aus seinem Spalt schossen unzählige Gehörnte mit Flügeln um zu verkünden, die unrechte Sache.


- 2. Buch Altan (Dysangelium), Kap. 1,1

[...]Als Tannim geboren war in den Palästen, in denen wilde Wölfe heulten zur Zeit in der Schakale in den Luftschlössern heulten, da entsprangen Gehörnte aus der Finsternis und sprachen: Wo ist der leibesgeborene Herr der Rache? Wir haben seine Seele gesehen in der Finsternis und sind nun gekommen, ihn zu huldigen. Und siehe, die Finsternis in ihrer eigenen Seelen ging vor ihnen her, bis sie über dem Ort stand, wo die Rache war. Als sie die Finsternis sahen, zierten sie sich keinerlei Gefühle und gingen in die Paläste und fanden den, dem die Rache zugesprochen, und fielen und beteten ihn an und taten ihre Schätze auf und schenkten im Gold, Blut und Seelen. Und Altan im Körper des Fürsten der Finsternis befahl ihnen im Traum zurück in die Finsternis zu kehren und dem der Rache immer zu huldigen.

Als sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien dem Fürsten der Finsternis der Avatar des Altan im Traum und sprach: Du hast dein Werk erfüllt, steh nun auf und nimm den, dem die Rache zugesprochen, der noch zu schwach sei um es selbst zutun und entsende ihn übers Wasser, denn er wird dort das schaffen, was du hier geschaffen und die Reiche der Finsternis werden sich einen. Da erhob sich der Fürst der Finsternis ein letztes Mal aus seinem steinernen Throne, stützte sich auf den Stab der Verdammten und nahm den, dem die Rache zugesprochen mitsich bei Nacht und entwich bis zur Küste, wo er seinem Sohne den Stab der Verdammten übergab und in ein Boot setzte. Mit ihm gab er seinen Treusten, den Gesichtslosen, damit erfüllt würde, was Altan durch den Dämon der Prophezeihung gesagt hat, der da sprich: Übers Wasser habe ich meinen Sohn gerufen.

Und der Fürst der Finsternis kehrte zurück in seinen Palast, dort wo sein Thron stand, um sein Ewigwerk auf ewig zu verantworten.[...]

[...]Und der Herr der Rache kehrte zurück in seinen Palast, dort wo sein Thron stand, um sein Ewigwerk auf ewig zu schaffen.[...]


- 2. Buch Altan (Dyangelium), Kap. 1,2

Und der Fürst der Finsternis gebot ihnen und sprach zu ihnen: Ich werde versammelt zu meinem Schöpfer; verschwindet und lasset mich der Ewigkeit näher kommen, in den Höhlen auf den Sümpfen Halpharas, dem Dämon, in der Höhle Decorabius, die westlich von Guenhwyvars Festung liegt im Reiche der Untoten, das Altan hervorbrachte samt den Kreaturen die ich führte zum dunklen Sieg. Da wo schon Caacranolos in die Unterwelt fuhr und Abogar, Großherzog der höllischen Monarchie.
Und als der Fürst der Finsternis dies letzten Befehl an seine Wegesbegleiter vollendet hatte, tat er seinen Kopf in den Nacken und aus der tödlichen Kehlwunde, die ihn aus dem Leben riss, krochen die schwarzen Maden und er verschied und das Getier versammelte ihn bei seinem Befehl.

Da warf sich Tannim, der von Karakil hergetragen, über seines Zeugers Angesicht und huldigte ihm und küßte ihm schwarzen Rauch auf die Brust. Und Tannim befahl seinen Dienern, den Dämonen, dass sie seinen Ursprung zum Begräbnis mit Blut salbten und Qualen Lebender. Und die Dämonen taten seiner Worte, bis siebenundsiebzig Tage um waren; denn so lang währen die Tage der Vollkommenheit. Als nun die Huldigung vorüber waren, da zog Tannim hinauf, seinem Erzeuger zu gehorchen. Und es zogen mit ihm alle Großen der dunklen Seite die Furchtbarsten und Gnadelosesten seines Hauses und die Widerwärtigsten des Reiches der Untoten. Und es zogen auch mit ihm hinauf Wagen und Gespanne, gespickt mit Toten und Leichen und Gliedmaßen und es war ein endloser Heerwurm. Und Tannim tat, wie er befohlen hatte, und brachte ihn dahinfort und gab ihm der Höhle Decorabius und er fuhr herab an die Seite Altan um zu sein auf ewig.
Als er gefahren, zog Tannim wieder zum Thron des Fürsten mit seinen Dienern und mit allen, die mit ihm hinaufgezogen waren.
Und dann schloss er des Thrones Tor und mordete und tötete schrecklich unter der Bevölkerung der Stadt. Allein einem Sklaven ließ er seine zwei Beine, damit er laufen könne durch eine brennende Hütte. Und die ganze Bevölkerung verging unter dem Zorne Tannim.
Da rief er die Dämonen zum Befehligen und schrie, sie mögen vernichten Alles, was jemals an dem Orte des Thrones gestannden hatte. Und sie taten es seinem Befehl gleich. Als sie ihres Befehles verrichtet hatten, war nicht mehr übrig, als verbrannte Erde, getränkt im Blute der Vergangenen.
Da stieg Tannim auf seinen Karakil und flog zurück nach Aeskulap um nun das Erbe anzutreten und dem Altan zu dienen und den Stab der Verdammten in Ungerechtigkeit zu führen.